12 Wege zu mehr Zeit in Deinem Leben – Teil 2

Zwölf Wege zu mehr Zeit in Deinem Leben – Teil zwei.

Kennst Du diese Menschen, deren Tag scheinbar mehr als 24 Stunden hat?
Menschen, denen Du mit Bewunderung zuhörst, wenn sie erzählen, wie viel sie innerhalb eines Tages schaffen und die auf wundersame Weise gleichzeitig noch entspannt und zufrieden wirken?

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir Dir bereits die ersten sechs Steps und Routinen für mehr Zeit in Deinem Leben vorgestellt, auf denen die folgenden Tools und Hacks aufbauen – für weniger Stress & einen klareren Fokus: 

  1. Rechne x 1,5.

Wenn wir unseren Tag oder auch unsere Woche planen, schätzen wir ab, wie viel Zeit wir brauchen, um unsere Aufgaben zu erledigen.
Wie viele Tage hast Du erlebt, an denen alles nach Plan läuft?
Die meisten Menschen können diese Tage an einer Hand abzählen.
Wir berechnen all die unvorhergesehenen Ereignisse des Tages nicht ein und sind abends enttäuscht, dass wir unsere To-Do-Liste nicht vollständig abhaken können.
Bau Dir Puffer ein und plane für jede Aufgabe und jeden Termin, auch die mit Dir selbst, das 1,5-fache der Zeit ein, die Du „normalerweise“ brauchen würdest.
Du wirst sehen, dass Du weniger Zeitdruck hast und abends voller Stolz alle Haken setzen kannst.

  1. Mit Meister Yoda gegen die Aufschieberitis.

Prokrastination.
Wir alle wissen, dass sich unsere Aufgaben leider nicht von alleine erledigen und doch tun wir immer wieder so, als würden sie sich in Luft auflösen, wenn wir es nur lange genug schaffen, sie zu ignorieren.
Wir wissen, dass Prokrastination (= unangenehme Dinge aufschieben) etwas Irrationales ist und unsere Aufgabe größer zu werden scheint, je länger wir sie vor uns herschieben.
Wie geht man am besten damit um?
Nimm Dir ein Beispiel an Meister Yoda, der einmal gesagt hat:
„Benannt muss Deine Angst werden, bevor verbannen Du sie kannst.“
Frage Dich, warum Du Dich bisher davor gedrückt hast.
Gibt es einen guten Grund? Setze Dich mit ihm auseinander.
Gibt es keinen? Dann fang endlich an!

  1. Geh schlafen.

In unserer Kultur zählt es leider oft als ein Zeichen von Stärke, Durchhaltevermögen und einer beeindruckenden Arbeitseinstellung, wenn wir mit wenig Schlaf auskommen. Manchmal können wir regelrechte verbale Wettkämpfe beobachten, wie Menschen versuchen, sich gegenseitig zu untertreffen, wenn es um den benötigten Schlaf geht.
Das ist dumm.
Der Mensch braucht Pausen.
DU brauchst Pausen.
Vielleicht weißt Du aus dem Sport, dass der Muskel nicht während dem Training wächst, sondern in der Regenerationsphase.
Wie auch Deine Muskeln, brauchst Du Pausen, um zu wachsen.
Du brauchst Schlaf, um erholt und energiegeladen in den Tag starten zu können.

  1. Die 21-Tage-Regel.

Du willst eine neue Routine in Dein Leben integrieren?
Vielleicht willst Du jeden Morgen Sport machen, Dich gesund ernähren oder 15 Minuten pro Tag in einem „schlauen Buch“ lesen…
Diese Veränderungen klingen nicht schwer, doch wer schon einmal versucht hat, seine guten Vorsätze in seinem Leben zu implementieren und zu festen Gewohnheiten werden zu lassen, weiß, dass das gar nicht so leicht ist.
Mal verschläft man morgens, ist abends zu müde um zu lesen oder die Freunde bestellen Pizza…
Doch die gute Nachricht ist: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
Wenn Du es schaffst, ein bestimmtes Verhalten 21 Tage am Stück „durchzuziehen“, hast Du das „Schlimmste hinter Dir“. Du brauchst 21 Tage (bzw. 21 Wiederholungen), um ein neues Element in Deinem Tagesablauf zur Gewohnheit werden zu lassen.
Wenn Du es drei Wochen lang schaffst, fällt es Dir nicht mehr schwer, Dich zu motivieren. Es ist eine Gewohnheit geworden.

  1. Erwarte kein Wunder.

Falls Du nicht sofort Ergebnisse sehen kannst, heißt das nicht, dass Du keine Fortschritte machst. Erinnere Dich, dass Erfolg ein Prozess ist, der sich schrittweise vollzieht. Also bleib dran und denk an Dein „Warum?“.

  1. … und vergiss die Perfektion.

Tu Dir selbst einen Gefallen und wirf Deinen Anspruch nach Perfektion über Bord.
Niemand ist perfekt und niemand erwartet Perfektion.
Wenn wir immer alles perfekt erledigen wollen, verlieren wir uns in Details und machen keine Fortschritte mehr.
Wie Tony Robbins schreibt: Versuche nicht perfekt zu sein, sei einfach nur ein herausragendes Beispiel der menschlichen Spezies.

Ein letzter Rat für weniger Stress:
Genieße Deine Zeit. Jeden einzelnen Moment. Seien es 24 Stunden oder mehr.

 

 

 

12 Wege zu mehr Zeit in Deinem Leben – Teil 1

Zwölf Wege zu mehr Zeit in Deinem Leben – Teil eins.

Kennst Du das, wenn Dir jemand erzählt, was er „gestern“ alles gemacht hat und Du mit einer Mischung aus Unglauben und Bewunderung dastehst?
Wenn Du Dein eigenes Gestern anschaust und Dich fragst, was zur Hölle mit Dir nicht stimmt?

Wir leben in einer Zeit und Gesellschaft, in der Erfolg meist an der Summe auf Deinem Konto oder an Deiner beruflichen Position gemessen wird.
Erfolg wird oft über Deinen Fortschritt definiert.
Wir wollen so hoch und weit wie möglich – in so wenig Zeit wie nötig.

Was zuerst wie etwas durchaus Positives klingt, kann jedoch auch gefährlich werden.
Was passiert, wenn wir immer so viel schaffen wollen wie irgendwie möglich?
Vielleicht beginnt es damit, dass Du immer öfter „Ja“ sagst, anstelle eines klaren und ehrlichen „Nein“.
Möglicherweise verpflichtest Du Dich selbst auf diese Weise zu immer mehr Dingen.
Zu Dingen, die Dir irgendwann das Gefühl geben, unter ihnen zu ersticken.
Auch die eigentlich angenehmen Dinge, wie der Sport, das Einkaufen oder das Treffen mit Freunden werden zu bloßen Terminen, die Deinen Stress noch erhöhen, statt Dich zu entspannen.
Aus Freizeit ist Stress geworden.
Und irgendwann ist da das Gefühl, dass Dich sagen lässt „Es ist mir zu viel.“

Was, wenn wir von anderen diesen Satz hören?
Wir haben den Eindruck, dass diese Menschen ihr Leben nicht unter Kontrolle haben. Denn wir alle kennen die negativen Auswirkungen von Stress:
Krankheit, Schlafmangel, Verlust unseres Fokus…
Diese Dinge kennzeichnen nicht das Leben, das wir uns wünschen.

Wie kannst Du nun dafür sorgen, dass Du all Deine Ziele erreichst, und das ausgeruht und mit einem klaren Fokus?
Die Lösung liegt in Deinem Zeitmanagement.

Wie gehst Du mit Deiner Zeit um?
Wie sieht Dein Alltag aus?
Gibt es Routinen, die Dich auf Deinem Weg unterstützen?

Wir haben für Dich die wichtigsten Elemente zusammengestellt, wie Du das Beste für Dich aus Deinem Tag herausholen kannst:

  1. Setz‘ Dir Ziele.

Überlege Dir, was Du tun und erreichen willst.
Heute, in dieser Woche, in diesem Jahr und auch in 10 Jahren…

  1. Frag nach dem Warum.

Zu wissen, warum wir etwas tun, lässt uns motiviert bleiben.
Warum willst Du Deine Ziele erreichen?
Was passiert, wenn Du sie nicht erreichst?

  1. Setze Prioritäten.

Wenn wir uns fragen, was uns wirklich wichtig ist, verwechseln wir viel zu oft die Begriffe „wichtig“ mit „dringend“ und tun Dinge, die dringend sind, aber nicht wichtig.
Verschaffe Dir einen Überblick über Deine To-Do-Liste und kategorisiere die einzelnen Punkte z.B. nach dem Eisenhower-Prinzip:

1.Wichtig & dringend = Erledige es sofort
2. Dringend, aber nicht wichtig = Kannst Du es delegieren?
3. Wichtig, aber nicht dringend = Lege einen Termin fest und erledige es selbst
4. Weder wichtig noch dringend = Warum steht es auf Deiner Liste? Lass es weg und nutze Deine Zeit besser!

  1. Arbeite mit Kalendern und Listen.

Nehmen wir ein simples Beispiel: Wie oft schaffst Du es, alles was Du brauchst, im Supermarkt einzukaufen, ohne eine Einkaufsliste?
Was hast Du alles vergessen, wenn Du zu Hause ankommst?
Die Milch, die Zahnpasta, oder beides?
Wir Menschen denken, dass wir uns alles merken könnten und planen auch unseren Tag, unsere Woche, unser Jahr im Kopf.
Das Problem ist, je fokussierter Du bist, desto „normaler“ ist es, dass Du alles um Dich herum vergisst und Termine untergehen.
Mach Dir selbst nicht den unnötigen Stress, Dir unbedingt etwas merken zu müssen und nutze einen Kalender.
Sie wurden extra dafür gemacht, dass Du Dich genau auf das konzentrieren kannst, was gerade ansteht, ohne den Überblick zu verlieren.

  1. Nutze die Rückschau für Dein Wachstum.

Weißt Du noch, was Du in den letzten sieben Tagen alles geschafft hast?
Weißt Du noch, was gut lief und was Du verbessern kannst?
Wenn Du Dich verbessern möchtest, ist es wichtig, Rückschau zu halten.
Das ist nicht sehr zeitintensiv.
Es kann z.B.schon reichen, dass Du Dich Sonntag abends für zehn Minuten hinsetzt, Dir Deinen Kalender ansiehst und überlegst, was Du in dieser Woche getan hast, um Deine Ziele zu erreichen.
Wie oft Du es geschafft hast, zum Sport zu gehen, wie weit Du mit Deinem Buch gekommen bist oder auch wie Deine Meetings verlaufen sind.
Sei nicht zu hart mit Dir, wenn Du mehr von Dir erwartet hast.
Aber versuche Dir für die nächste Woche klare Ziele zu setzen.
Was willst Du erreichen? Was kann verbessert werden? Worauf freust Du Dich?

  1. Mach Termine mit Dir selbst.

Mach einen festen Termin, besonders wenn es sich um regelmäßig wiederkehrende Aufgaben handelt, die Du erledigen möchtest.
Sei es das Beantworten von Mails oder Zeit für Dich selbst zum Meditieren…
Wir sagen selten Verabredungen mit anderen Menschen ab. Mit den Verpflichtungen uns selbst gegenüber gehen wir allerdings sehr unzuverlässig um.
Habe Respekt vor Dir selbst, suche Dir einen Zeitpunkt, zu dem Du Dich mit Deiner Aufgabe beschäftigst, eliminiere mögliche Ablenkungen wie Dein Handy und löse Dein Problem.
Nimm Dich, Deine Aufgaben und Termine ernst. Warum sollten es sonst andere tun?

Fang gleich an: Wann liest Du Teil zwei dieses Artikels? 😉

Hat er / sie nicht gesagt?! – Wie Du das Mysterium „Kommunikation in Beziehungen“ meistern kannst

„Hat er / sie nicht gesagt?!“
Wie Du das Mysterium „Kommunikation in Beziehungen“ meistern kannst

Angenommen, Du hast die Zeit des endlosen Hin-und-her-Swipens und der zuweilen gruseligen Tinder-Dates überstanden…
Angenommen, da gibt es eine Person, die Du wirklich magst…
Angenommen, Du hast Deinen Traumprinzen oder auch Deine Tinderella gefunden.
Wie geht das Märchen weiter?
Und wie sorgst Du dafür, dass auch unter Eurer Geschichte eines Tages steht:
„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“?

Was in den meisten Märchen leider ausgelassen wird, ist der Part, wie das Paar es geschafft hat, die Zeit vom Abspann bis hin zum glücklichem Ende zusammen zu bleiben.
Deshalb haben wir uns genau diese Frage gestellt:
Was ist der Schlüssel für eine glückliche und anhaltende Beziehung?
Um die Antwort zu finden, haben wir Menschen gefragt, die gescheitert sind und deshalb sehr genau wissen, wie es nicht geht.
Und wir haben mit denen gesprochen, die es wirklich geschafft haben und deshalb wissen, wovon sie sprechen.
Hier unsere Sammlung der Antworten für Dich:

Wir alle haben schon einmal gehört, dass offene Kommunikation als Schlüsselfaktor für eine glückliche Beziehung gilt.
Aber was bedeutet offene Kommunikation?

Hier zwölf Denkansätze:

Nr. 1: Eure Werte.

Habt Ihr mal darüber gesprochen, welche Eure Werte sind?
Was erwartet Ihr in einer Beziehung? Was ist Euch wichtig?
Was sind Eure Werte?
Was ist, wenn Dir Ehrlichkeit am wichtigsten ist, Deinem Partner aber Harmonie? Dein Partner wird Dir Dinge, die Konflikte auslösen könnten, lieber verschweigen – und Du wirst Dich völlig betrogen und hintergangen fühlen.
Sich dieser möglichen Differenz bewusst zu sein, schafft die Grundlage.

Nr. 2: Erwartungen definieren.

Sprecht aus, was Ihr Euch vom anderen wünscht!
Zwischen „Du kannst am Wochenende mit zu der Veranstaltung im Büro kommen, wenn Du willst.“ und „Es ist mir wirklich wichtig, dass Du mich begleitest und es würde mich sehr freuen.“ liegen Welten.

Nr. 3: Aussprachen.

Friss den Ärger nicht in Dich hinein.
Sprich aus, wenn Dich etwas stört (aber höflich, bitte).
Warum willst Du das Problem mit Dir herumtragen, wenn man sich aussprechen kann?

Nr. 4: Formale Richtigkeit.

Sei‘ mehr als nur formal richtig.
„Baby, ich habe mich auf eine neue Stelle beworben. Es ist eine höhere Position, das Gehalt ist besser und ich freue mich.
            „Perfekt, ich freue mich sooo für Dich! Es wäre doch genau der Job, von dem
            Du schon so lange träumst!“

Ein paar Wochen vergehen. Es gab ein Vorstellungsgespräch, die Gehaltsverhandlung und eine Zusage.
„Ich fange zum 01. August an, das heißt, dass ich jetzt beginnen kann, mir eine Wohnung in Hamburg zu suchen.“
            „In Hamburg?!
            Wieso hast Du nicht gesagt, dass Du dafür umziehen musst?“
„Weil Du nicht danach gefragt hast?“
Diese Antwort wäre formal richtig. Aber moralisch falsch. Und Du ein Arsch.

Also sei ehrlich, transparent und offen. Gib dem Anderen die Chance, an Deinem Leben teilzuhaben und sich auf mögliche Veränderungen wie diese vorzubereiten.

Nr. 5: Teilhabe an Gedanken.

„Wo bist Du mit Deinem Kopf?“
Es gibt Tage, da ist man mit seinem Kopf woanders. Und auch das ist völlig normal.
Doch wenn Du möchtest, dass der Andere versteht, was Dich beschäftigt, und wenn Du nicht möchtest, dass er / sie sich Sorgen macht… Erzähl‘ was Dich beschäftigt. Wenn auch nur kurz.

Nr. 6: Feedback.

Gebt Euch Feedback.
Gebt dem anderen positives wie auch negatives Feedback. Wachst an Euch.

Nr. 7: Rücksicht.

Sei kein Elefant im Porzellanladen.
Wenn Du weißt, dass Dein Partner auf gewisse Themen sensibel reagiert, sei so ehrlich wie nötig und so lieb wie möglich.

Nr. 8: Perspektivwechsel.

Betrachte die Dinge aus einer anderen Perspektive.
Wir Menschen neigen dazu, von uns selbst auf andere zu schließen.
Wir gehen davon aus, dass der andere seine Aussage so gemeint hat, wie wir sie aufgefasst haben. Wir ärgern uns lieber, anstatt einfach nachzufragen, ob wir den anderen richtig verstanden haben.
Wir bewerten eine Situation immer aus unserem eigenen Blickwinkel.
Versuch auch mal, Dich in den anderen hineinzuversetzen.
Versuch auch mal, erst nachzufragen, bevor Du Dir eine Meinung bildest.

Nr. 9: In your Face!

Versuche nicht, wichtige Themen per WhatsApp zu klären.
Hast Du schon mal versucht, einen Streit über WhatsApp zu klären?
Hast Du schon mal erlebt, dass der Streit total eskaliert und der Versuch trotz der Nutzung des kompletten Smiley-Portfolios in die Hose geht?
Lass es einfach. Sprecht persönlich miteinander.

Nr. 10: Entschuldigung.

Spring auch mal über Deinen eigenen Schatten. Sag Sorry.
Angenommen, der Chef war noch in Plauderlaune, die Bahnen streiken und Du kommst zu spät.
War es zu 100 % Deine Schuld? Vermutlich nicht.
Aber morgen ist es letztlich egal und der andere würde sich freuen, wenn Du Dich einfach entschuldigst. Warum tust Du es dann nicht?

Nr. 11: Kleine Gesten.

Sei aufmerksam und mache kleine Geschenke.
Egal, ob es Blumen sind, eine Post-it-Nachricht oder Bacon mit Ei zum Frühstück.

Nr. 12: Das Zauberwort.

„Danke.“
Der großartige Mensch an Deiner Seite und das, was er / sie für Dich tut, ist nicht selbstverständlich. Wann hast Du es ihm / ihr zuletzt gesagt?

Woran erkennst Du, dass Du den richtigen Menschen gefunden hast?
Manchmal sind es nicht die Worte, die uns verbinden.
Manchmal ist es die Stille.
Die Stille, wenn sie als angenehm empfunden wird.
Die Stille, wenn es keiner Worte bedarf.
Manchmal sind es zwei Hände, die ruhig ineinander liegen.
Manchmal ist es der Blick in die Augen des anderen.
Manchmal ist es ein Lächeln.
Manchmal ist es der Gedanke „Ich liebe Dich.“
Sprich ihn aus.

„Und wenn sie all das verstanden haben, lieben sie noch heute.“

Es muss nicht Dein Geburtstag sein

Es musst nicht Dein Geburtstag sein

 

Wieso ist der Geburtstag für so viele nur noch ein Tag wie jeder andere?
Wenn auch vielleicht ein Tag mit Kuchen…

Wieso haben wir die Vorfreude verloren auf den Tag, an dem wir feiern, dass es uns gibt?
Kannst Du Dich noch daran erinnern, als Du als kleines Kind die Tage gezählt hast?
„Noch dreizehnmal schlafen.“
Dieses Glänzen in den Augen, wenn Du morgens barfuß durch die Wohnung getappt bist und wusstest, dass es gleich Kuchen zum Frühstück gibt?
Dieser köstliche Geruch, der sich seit gestern Abend in der ganzen Wohnung ausgebreitet hat, als Deine Eltern Dich liebevoll aus der Küche geworfen haben?
Zu wissen, dass gleich für Dich gesungen wird, schief und laut, aber wunderschön?
Weil heute einfach Dein Tag ist?
Dass Deine Freunde zu Besuch kommen und Ihr stundenlang Topfschlagen spielen werdet bis der Holzlöffel abbricht?
Es gab Luftballons und „Happy-Birthday“-Girlanden, es gab Konfetti und große, leuchtende Augen.

Warum leuchten Augen heutzutage nicht mehr?
Warum ist die Antwort auf die Frage „Freust Du Dich schon?“ lediglich ein „Naja, es ist eigentlich ein Tag wie jeder andere“ geworden?
In unserer Teenager-Zeit waren wir selbstverständlich alle ein bisschen zu cool für Luftballons und Konfetti, aber sind wir nicht aus dieser zweiten Trotzphase alle inzwischen rausgewachsen?

Wird es nicht Zeit, sich zu erinnern, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, hier zu sein?
Auf diesem großen, blauen Planeten, inmitten von Regen, Sonnenschein und unserem Leben?
Wird es nicht Zeit, sich mal wieder richtig zu feiern?
Die Konfetti-Kanonen rauszuholen und anzustoßen?

Einfach, weil wir hier sind.
Weil es manchmal eine Erinnerung, einen Tag im Kalender braucht, der uns daran erinnert, dass wir unglaublich dankbar sein dürfen.
Dafür, dass wir es so gut haben, dass wir wissen, was Konfetti ist.
Dafür, dass wir Freunde haben, die uns Kuchen backen, oder einen kaufen, der wie selbstgemacht aussieht.
Freunde, deren Lächeln das schönste Geschenk und der Fels in jeder Brandung ist.
Dankbar dafür, dass wir eine Familie haben, die sich auf uns gefreut hat.
Eine Familie, die jeden Weg mit uns geht.
Dankbar dafür, dass wir atmen.
Dass wir gesund sind.
Dass wir die Chance haben, glücklich zu sein und uns selbst zu verwirklichen.
Dankbar dafür, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben.
Dankbar dafür, dass wir wachsen können. Über unsere eigenen Grenzen hinaus.
Dankbar für die Entwicklung, die wir Leben nennen.

Warum also feiern wir all das nicht?

Wir feiern Weihnachten, Beförderungen, und manchmal auch, dass es einfach Freitag ist…

Das ist eine Einladung.

Eine Einladung, Dich einfach mal wieder zu freuen.

 

Eine Einladung, mal darüber nachzudenken, warum es sich doch lohnen könnte, zu feiern, dass Du hier bist.
Eine Einladung, Dir einen Moment Zeit zu nehmen um zurückzublicken.
Um Dir zu überlegen, wo Du hinmöchtest und was Du mit Deiner Zeit auf diesem blauen Planeten anstellen willst.
Egal, ob es Dein Geburtstag ist, oder nicht:

  • Was waren Deine drei größten Erfolge & Erkenntnisse im letzten Jahr?
  • Wer sind die wichtigsten Menschen in Deinem Leben?
  • Wann hast Du das letzte Mal „Ich liebe Dich“ gesagt?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Hast Du im letzten Jahr immer Deine 100% gegeben?
  • Bist Du der Mensch, für Dich und in Deinen Beziehungen, der Du sein möchtest?
  • Wann hast Du das letzte Mal etwas Neues getan?
  • Was willst Du noch lernen?
  • Was ist „Dein Ding“ und wie kannst Du es mit anderen teilen?
  • Was macht Dich glücklich?
  • Wie sieht Dein Weg zu mehr aus?

… und wann hattest Du das letzte Mal Konfetti in der Hand?

„Die beiden wichtigsten Tage Deines Lebens sind der Tag, an dem Du geboren wurdest, und der Tag, an dem Du herausfindest, warum.“ – Mark Twain

Wundermittel Achtsamkeit

Wundermittel Achtsamkeit – Was ist das und wie kannst Du es für Dich nutzen?

Wie riecht die Luft, wenn Du morgens vor die Haustür trittst?

Wie heißt die Frau, die Dir morgens Deinen Kaffee über den Tresen reicht?

Wie fühlt sich die Tastatur unter Deinen Fingern an?

Welches Lied hast Du als letztes gehört?

Welche Zutat hat Dein Mittagessen so lecker gemacht?

Was stand in der letzten Nachricht Deines Partners?

Wann hast Du das letzte Mal Danke gesagt?

 

Könntest Du diese Fragen beantworten? Ohne lange darüber nachzudenken?

Vermutlich nicht.

 

Was sollen all diese Fragen?

 

Wir sind verkopfte Menschen.

Wir denken den lieben langen Tag über unzählbar viele Dinge nach.

Wir erleben ein Abenteuer nach dem anderen, sammeln atemberaubende Eindrücke und treffen großartige Menschen.

Wir merken es nur oft nicht.

 

Wir sind mit unseren Gedanken überall.

Auf der Arbeit, bei dem Konflikt mit unserem Partner, bei der Einkaufsliste, unserer Stellung im sozialen Gefüge, unserem Bankkonto oder der Wochenendplanung…

Wir sind überall.

In der Vergangenheit und in der Zukunft. Nur nicht im Hier und Jetzt.

 

Warum verpassen wir freiwillig, wie großartig die Luft im Sommer riecht, wenn es regnet?

Warum verpassen wir freiwillig das Lächeln der Person neben uns in der Warteschlange?

Warum verpassen wir freiwillig, wie schön genau dieser Moment ist und machen uns lieber Sorgen um eine Zukunft, die vielleicht gar nicht eintritt?

 

Warum verpassen wir freiwillig so viel von unserem Leben?

 

Es ist zum Teil das Ergebnis der Überstimulation, der wir in dieser sich schnell drehenden, technischen Welt scheinbar unausweichlich ausgesetzt sind.

Es ist das Gefühl, ständig unter Stress zu stehen,

da sich unser Gehirn seit der Steinzeit lediglich minimal weiterentwickelt hat.

Früher war es gut, auf starke Reize wie einen Säbelzahntiger mit einer Stressreaktion zu reagieren, die uns in Alarmbereitschaft versetzt und all unsere Reserven mobilisiert.

Heute ist das anders. Heute kann Dein Gehirn kaum unterscheiden, ob Dich ein Säbelzahntiger anknabbert oder eine Deadline eingehalten werden will. Die chemische Reaktion in Deinem Körper ist die gleiche.

Du setzt Dich konsequent starken Reizen aus: Film und Fernsehen, Deinem Smartphone oder einfach nur dem Auto, das knapp an Dir vorbeifährt.

Und jedes Mal versetzt Du Dich in Alarmbereitschaft. Jedes Mal werden, meist unbewusst, Anspannung, Sorgen und Ängste ausgelöst. Neben diesen negativen Gefühlen trägt das ausgeschüttete Cortisol zu Herzproblemen bei und schränkt Deine Fähigkeit ein, klar und kreativ zu denken.

 

Wir leben in einer Welt, in der wir uns nach Ruhe sehnen.

Nach Sicherheit. Nach Stabilität in uns selbst.

Wir sehnen uns nach der Schönheit des Lebens, die uns eigentlich immer umgibt.

Wir wollen das Leben in all seinen Facetten genießen.

Doch dafür müssen wir erst wieder lernen, es wahrzunehmen.

 

Wir haben für Dich sieben Denkanstöße zusammengestellt,

wie Du Deine Wahrnehmung wieder auf das Hier und Jetzt lenken kannst,

wie Du fokussiert und dennoch offen für Deine Umwelt bleibst,

und wie Du aufmerksamer mit Dir selbst umgehen kannst:

 

  1. Meditation – die ultimative Achtsamkeitsübung

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Meditationsformen.

Es gibt geführte Meditationen, oder auch jene, die Du ganz alleine für Dich durchführen kannst. Du kannst in der Gruppe meditieren. Du kannst eine mehrtätige Vipassana-Meditation machen oder auch nur ein paar Minuten investieren. Du kannst Apps dafür benutzen oder das Handy in die Ecke werfen – ganz egal.

Was die meisten Varianten gemeinsam haben, ist folgender Effekt:

Dich bewusst mit Deinem Atem zu verbinden schaltet Dein Gedankenkarussell aus.

Wenn Du Dich auf Deine Atmung konzentrierst, können Deine Gedanken nicht durch die Weltgeschichte spazieren, sondern Du bist ganz bei Dir, ganz in diesem Moment.

Du lernst, Deine Gedanken und Gefühle aus einer Beobachterperspektive wahrzunehmen, ohne sie direkt zu bewerten.

Es geht nicht darum, dass Du Deine Gedanken ausschaltest, sondern darum, dass Du lernst, Deine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit zu fokussieren. Gleichzeitig schulst Du Deine Fähigkeit zur offenen Wahrnehmung.

 

Regelmäßig praktizierte Meditation hat viele Vorteile:

  • Dein Blutdruck sinkt und wirkt somit der modernen Säbelzahntiger-Reaktion namens Cortisol entgegen.
  • Dein Immunsystem wird stärker.
  • Du wirst fokussierter und Deine Konzentrationsfähigkeit verbessert sich.
  • Du wirst zufriedener. Es stellt sich mit der Zeit eine Balance zwischen Konzentration und Entspannung ein, körperlich wie geistig.
  • Du reagierst gelassener auf äußere Reize.
  • Du wirst emotional flexibler und kommst leichter aus Tiefs heraus.
  • Du bist aufmerksamer und hörst anderen besser zu.
  • Du entwickelst einen liebevolleren Blick auf Deine Mitmenschen, denn „Frieden beginnt mit Dir.“

 

Unser Lieblingstipp:

Morgens an der frischen Luft für ein paar Minuten die Augen zu schließen und Dich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Deine Atmung zu beobachten und den Vögeln zuzuhören, kann dazu führen, dass Du viel entspannter mit einem Lächeln auf den Lippen startest und Du über den ganzen Tag hinweg deutlich fokussierter arbeiten kannst. Versuch’s mal!

 

  1. Hör auf Deinen Körper.

Dein Körper ist ein intelligentes System.

Wenn Du lernst, wieder auf seine Signale zu hören, spürst Du intuitiv, was Dir gut tut.

Wie viele Menschen lassen sich regelmäßig den Rücken einrenken anstatt die Last, die sprichwörtlich auf ihren Schultern liegt, abzubauen?

Wie viele Menschen machen Diäten, von denen sie gelesen haben, dass sie zum gewünschten Erfolg führen würden, wobei sie eigentlich nicht zu ihnen passen?

Wie viele Menschen halten sich mit Kaffee und Energydrinks künstlich wach, obwohl ein kurzes Nickerchen sie viel erholter und konzentrierter arbeiten lassen würde?

Wie viele Menschen versuchen ihre innere Unruhe mit Ablenkung zu kompensieren, anstatt raus zu gehen und sich zu bewegen?

Sei keiner von ihnen.

Versuche herauszufinden, was Dein Körper Dir sagen will. Und hör auf ihn.

 

  1. Achte auf Deine Worte.

Unsere Gedanken formen unsere Wirklichkeit.

Willst Du Dich beim Kaffee mit Deinen Kollegen über den Regen beschweren, der für das Wochenende gemeldet ist, oder betonst Du die Sonne, die gerade scheint?

Das, worauf Du Deine Aufmerksamkeit richtest, in Deinen Gedanken wie auch in Deinen Worten, beeinflusst massiv Deine Gefühle.

Achte in den nächsten Tagen darauf, wie Du sprichst.

Sprichst Du über die schönen Dinge in Deinem Leben oder fokussierst Du Dich auf die Dinge, die Dir nicht gefallen?

Willst Du die Person sein, die die Freude über den Sonnenschein kaputt redet oder die, die die Sonne in Gedanken scheinen lässt, auch wenn es gerade gewittert?

 

 

  1. Mach Dir Notizen – in dreierlei Hinsicht:
  2. Die Dinge aufzuschreiben sorgt für einen klareren Kopf.

Durch die konkrete Formulierung lassen sich auch diffuse Gedanken definieren und auf dem Papier einfangen. Hilft immer gegen schwammige Gefühle und Gedankenchaos!

  1. Verschaffe Dir selbst Übersicht.

Du verdienst nicht schlecht, aber weißt trotzdem nicht, wohin Dein Geld immer verschwindet?

Du willst abnehmen, aber irgendwie passiert nicht viel?

Schreib Dir auf, wofür Du Dein Geld ausgibst oder was Du isst.

Vielleicht entdeckst Du kleine, unwillkommene Muster und Gewohnheiten. Jetzt weißt Du, wo Du ansetzen kannst.

  1. Ein Tagebuch zu führen hat schon lange keinen Grundschul-Charakter mehr. Auch wenn es nur ein paar Stichpunkte sind, in denen Du festhältst, was Du heute alles geschafft hast, steigert dies Dein Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Die Wenigsten können Sonntagabends noch aufzählen, was in der letzten Woche alles passiert ist, doch nur mit ein paar Notizen schulst Du Deine Aufmerksamkeit und Dein Leben läuft nicht an Dir vorbei, sondern Du nimmst es bewusster wahr.

Letztlich kann es Dir auch helfen, Fortschritte zu machen, sich Deine Notizen der Woche nochmal anzusehen und zu überlegen, was großartig gelaufen ist oder auch was Du noch verbessern könntest.

 

  1. Mach die Musik aus. Kneif die Augen fest zu und mach sie dann wieder auf.

Nimm Deine Umgebung bewusst wahr.

Was hörst Du? Was siehst Du? Was schmeckst Du?

Was kannst Du alles entdecken, wenn Du auf dem Heimweg wirklich mal nur nach Hause gehst, mit dem Kopf ganz bei Dir und Deinem Weg?

 

Wer nicht atmen kann, hat weder sich noch die Situation unter Kontrolle.

Kennst Du das Gefühl, vor einer Präsentation, einem schwierigen Gespräch oder einfach in einer Stresssituation, dass Du nervös bist und irgendwie neben Dir stehst?

Atme einfach drei Mal tief durch.

Du wirst sehen, Du bist entspannter. Und wieder hier. Bei Dir.

 

 

Achtsamkeit bedeutet, sich selbst wieder wahrzunehmen.

Es bedeutet, gut mit sich selbst umzugehen.

Es bedeutet, sich selbst zu kennen.

Es bedeutet, fokussiert Deinen Weg zu gehen.

Es bedeutet, offen zu sein für die Welt, die Dich umgibt.

 

3.0 – Dein Weg zu Dir.

Warum Du durch Disziplin Freiheit gewinnst

Disziplin = Freiheit?
Warum Du durch Disziplin Freiheit gewinnst

Was verbindest Du mit dem Begriff „Disziplin“?

Die meisten Menschen denken bei dem Begriff „Disziplin“ an Zwänge und Vorschriften. Für sie bedeutet Disziplin eine Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit.
Nicht tun zu dürfen, was sie gerne würden oder tun zu müssen, was sie nicht möchten.
Freiheit hingegen wird oft mit der Vorstellung assoziiert, in jedem Moment das tun zu können, worauf man gerade Lust hat.

Machen wir ein Gedankenexperiment:

Stell Dir vor, Du tust ein ganzes Jahr lang immer genau das, worauf Du in diesem Moment Lust hast.

Wie gesund bist Du nach diesem Jahr, in dem Du jeden Burger gegessen hast, auf den Du gerade Lust hattest? Wie fit bist Du?
Wie erfolgreich wärst Du nach diesem Jahr in Deinem Job, nachdem Du jedes Mal, wenn Dir das Aufstehen morgens etwas schwerer fiel, einfach liegengeblieben bist?
Wie würden nach diesem Jahr Deine Freundschaften aussehen, nachdem ihr immer das gemacht habt, worauf Du Lust hattest?
Wie würde nach diesem Jahr Deine Beziehung aussehen, nachdem Du alles getan hast, wonach Dir gerade der Sinn stand?

Wie würde Dein Leben aussehen?

Wärst Du glücklich?

Entspricht dieses Bild Deiner Vorstellung eines erfüllten Lebens in Freiheit?

Vermutlich nicht.

Disziplin ist nichts Schlechtes.
Disziplin ermöglicht Dir, Ziele zu erreichen.
Disziplin ermöglicht Dir, das Leben zu führen, das Du führen willst.
Disziplin ist Freiheit.
Disziplin ist Glück.

Du hast die Freiheit zu wählen. Was wählst Du?
Wofür entscheidest Du Dich?

Du willst abnehmen? Dann iss den Salat statt den Burger.
Du willst eine bessere Beziehung zu Deinen Mitmenschen haben? Leg Dein Handy weg und hör zu.
Du willst mehr innere Ruhe? Versuch‘ es mal mit Sport oder Meditation.

Disziplin ist, wenn Du die kleinen Entscheidungen nach Deinen großen Zielen triffst.

“Discipline is choosing between what you want now and what you want most.“ (Abraham Lincoln)

Disziplin bedeutet, Deine Handlungen nach Deinen Zielen auszurichten und sie zu erreichen.
Es geht nicht um irgendwelche Ziele. Es geht um DEINE Ziele.
Um das, was Du wirklich willst.
Disziplin beginnt Spaß zu machen, wenn Du weißt, warum Du tust, was Du tust.
Somit bedeutet Freiheit auch nicht, alles zu tun, was Du möchtest.

Freiheit bedeutet, Dich bewusst zu entscheiden.
Freiheit bedeutet, die Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen.

Freiheit braucht Disziplin.

Fragen zum Nachdenken:

  • Wenn Du jederzeit das tun würdest, wozu Du gerade Lust hast – wie würde Dein Leben in einem Jahr aussehen?
  • Was sind Deine Ziele? Wofür brennst Du?
  • Bist Du bereit, dafür Disziplin zu zeigen?
  • Wobei bist Du in Zukunft disziplinierter?

 

 

 

Das Konzept einer Welt hinter dem Herzschlag

Das Konzept einer Welt hinter dem Herzschlag

Wir leben in den Tag hinein und gehen davon aus, dass noch viele weitere folgen werden.
Wir antworten nicht auf Nachrichten, weil „später“ noch Zeit dafür ist.
Wir hören einander nicht zu, weil wir denken, im Recht zu sein.
Wir fahren nicht zu unserer Familie, weil wir Überstunden machen.
Wir ernähren uns nicht gut, weil morgen auch noch ein Tag ist.
Wir sagen nicht „Ich liebe Dich“, weil wir denken, der andere wüsste es.

„Ich glaube nicht an den Himmel,
an das Konzept einer Welt des Friedens und des Lichts,
die hinter den Grenzen unseres Herzschlags beginnt…

Aber draußen regnet es Kirschbaumblütenblätter.
Und etwas in mir beginnt zu beten,
dass diese Welt existiert.
Diese Welt, in der Du einfach weiter auf Deinem Motorrad fährst,
in der Du glücklich und frei bist.
Diese Welt, in der Du weißt, wie viel Du mir bedeutest,
und wo dafür kein Herzschlag nötig ist.“

Was, wenn diese Worte von Dir kämen?
Was, wenn ein Mensch stirbt, den Du liebst?
Was, wenn Du erlebst, wie ein Mensch stirbt, der Teil Deiner selbst ist?

Was würde sich verändern, wenn Du weißt, dass die Herzschläge der Person, die Du liebst, begrenzt sind?

Würdest Du Deine Prioritäten überdenken?
Würdest Du Dir mehr Zeit nehmen?
Würdest Du zuhören?
Würdest Du der Person sagen, was sie Dir bedeutet?

Manchmal braucht es einen fundamentalen Einschnitt in unserem Leben,
damit wir verstehen, was wirklich wichtig ist.

Und doch sollten wir es besser wissen.
Denn es ist die Grundbedingung unseres Lebens,
dass jeder von uns eines Tages sterben wird.

Wir alle haben eine begrenzte Anzahl an Herzschlägen.
Wir alle vergessen, dass wir nicht wissen, wie viele es sind.
Wir alle bedenken nicht, dass jeder Tag ein Geschenk ist.
Und wir alle vergessen, wie wertvoll Geschenke sein können.

Wir vergessen, dass unser Leben die Summe unserer Tage ergibt.
Wir vergessen, dass wir so, wie wir jeden einzelnen Tag leben, unser Leben verbringen.

Hast Du heute Deine 100 Prozent gegeben?
Hast Du heute zu anderen „Danke“ gesagt?
Hast Du dem Obdachlosen an der Bahnstation ein Sandwich geschenkt?
Hast Du heute den Vögeln zugehört und die Sonne genossen?
Hast Du auf der Arbeit Dein Bestes gegeben, oder nur die Stunden gezählt?
Hast Du versucht, Menschen mit einer anderen Meinung zu verstehen?
Hast Du heute Deine Oma angerufen?
Hast Du etwas dazugelernt?
Hast Du Zeit mit den Menschen verbracht, die Du liebst?

Stell Dir vor, Du blickst eines Tages auf Dein Leben zurück.
Welche Bilder möchtest Du sehen?

Was möchtest Du bei anderen hinterlassen haben?
Was hättest Du den Menschen in Deinem Leben gerne noch gesagt?
Was für ein Mensch möchtest Du gewesen sein?

Was auch immer Deine Antwort sein mag,
Tu es. Sei es. Leb es.

Verlass Dich nicht auf das Konzept einer Welt hinter dem Herzschlag.
Fang heute an.

Wie Du aus Deinem Leben ein rundes Ding machst

Wie Du aus Deinem Leben ein rundes Ding machst

 

„Mein Leben läuft zurzeit ziemlich rund.“

Wann hast Du diesen Satz das letzte Mal von jemandem gehört?
Wann hast Du selbst Dein Leben das letzte Mal als „eine runde Sache“ beschrieben?

Warum?

Was verbinden wir mit dem Ausdruck „alles läuft rund“?
Es kann bedeuten, dass sich keine großen Hindernisse auf Deinem Weg befinden und Du Fortschritte machst, ohne immer wieder über Schlaglöcher zu stolpern.
Es läuft einfach – in jedem Bereich Deines Lebens.

Wann warst Du das letzte Mal mit Deinem Leben in jeder Hinsicht zufrieden?

Es gibt im Coaching ein Tool, das als „Lebensrad“ bezeichnet wird.
Es eignet sich sehr gut für eine „Standortbestimmung“, also eine Antwort auf die Frage, wo Du gerade in Deinem Leben stehst und auch, wie „rund“ es gerade läuft.
Die Speichen stellen die verschiedenen Bereiche Deines Lebens dar.
Je größer Dein Rad, desto höher Deine Lebensqualität bzw. -zufriedenheit in den einzelnen Bereichen. Je größer Dein Rad, desto mehr Strecke legst Du pro Umdrehung zurück und desto mehr Geschwindigkeit kannst Du aufbauen – physikalisch wie auch metaphorisch auf Deinem Erfolgskurs.

Doch warum erst eine Standortbestimmung, wenn Du Fortschritte sehen willst?

Wenn Du etwas erreichen willst, brauchst Du ein Ziel und einen Startpunkt. Du musst wissen, von wo aus Du losmarschierst, damit Du Deinen Weg planen kannst.
Aus dieser Ist-Analyse lassen sich im Handumdrehen die Bereiche identifizieren, an denen Du arbeiten solltest.
Doch eins nach dem anderen:

 

  1. Um beantworten zu können, wie zufrieden Du mit den einzelnen Bereichen Deines Lebens bist, musst Du zunächst wissen, was Deine Bereiche überhaupt sind.
    In welche Rubriken teilst Du Dein Leben ein?
    Manche bevorzugen eine grobe Einteilung wie z.B.: Beziehungen, Beruf, Gesundheit und Finanzen. Für manche gibt es viel mehr Kategorien wie z.B. innere Ruhe, persönliches Wachstum oder auch neue Erlebnisse.
    Wie viele Rubriken hast Du? Findet sich jeder Bereich wieder, der Dir in Deinem Leben wichtig ist?
    Wenn Du all diese Punkte beachtest, bist Du dann glücklich oder fehlt Dir noch etwas?

 

  1. Du zeichnest also einen Kreis (oder lädst Dir unsere Vorlage runter) und ziehst ein paar Linien, sodass Dein Kreis aussieht wie eine geschnittene Geburtstagstorte.
    Jede Deiner Linien stellt einen Bereich aus Deinem Leben dar. Schreib die Bezeichnung an die jeweilige Linie.

Ein Beispiel:

 

  1. Zeichne nun Skalen auf Deine Linien. Ausgehend von der Mitte nach außen, von eins bis zehn. Nun überlege Dir, was Deine Kriterien für die einzelnen Bereiche sind.
    Schreib sie Dir auf!
    Um Dir ein Beispiel zu geben, hier ein Einblick in mögliche Kriterien im Bereich Gesundheit und Fitness:
  • 3x Sport / Woche
  • Regelmäßig zu Routineuntersuchungen gehen
  • Gesunde & ausgewogene Ernährung
  • Keine Zigaretten
  • Straffer Körper
  1. Wie viele Deiner Kriterien erfüllst Du?
    Wie oft gehst Du wirklich zum Sport? Wann warst Du das letzte Mal beim Arzt?
    Wie sah Deine letzte Mahlzeit aus?
    Sei ehrlich mit Dir selbst und überlege Dir, auf Deiner Skala von 1 bis 10, wie sehr Du Deine Kriterien lebst. Trage diesen Wert in Dein Rad ein.
    Das gleiche machst Du mit all den anderen Bereichen.
    Achte in Bereichen wie der Beziehung nicht nur darauf, was Du Dir von Deinem Gegenüber wünschst, sondern auch darauf, wie Du Dich selbst bei anderen verhältst.
  1. Verbinde Deine Punkte.
    Wie sieht Dein Rad aus? Würdest Du damit Fahrrad fahren wollen?
    Welcher Bereich hat die niedrigste Punktzahl? Wo besteht am meisten Handlungsbedarf?
    Solltest Du ein wenig ernüchtert vor Deinem „Rad“ sitzen – das ist normal.
    Unseres sah beim ersten Mal auch eher aus wie die Silhouette eines platt gedrückten Eichhörnchens mit Flügeln.

Ein Beispiel:

  1. Leg los.
    Vermutlich hast Du nicht in allen Kategorien zehn von zehn Punkten abgeräumt. Sieh Deine persönliche Eichhörnchen-Silhouette nicht als negativ sondern als Chance.
    Denn sie ermöglicht es Dir, dass Du siehst, wo Du noch den größten Fortschritt machen kannst, wo noch Luft nach oben ist.
    Du fragst Dich wie?
    Sieh Dir erneut Deine Kriterien an. Du hast bereits aufgeschrieben, was Du von Dir erwartest. Also leg los!

 

Kleiner Tipp: In einer Schublade vergisst Du Dein Rad ziemlich schnell.
Also häng‘ es Dir auf oder lade es als Hintergrundbild auf Dein Handy, sodass Du Dich selbst immer wieder daran erinnerst, was Du verbessern möchtest.

Warum Du viel planst – aber dennoch nie anfängst

Warum Du viel planst, aber dennoch nie anfängst.

Kennst Du Beppo?

Eine Geschichte über Zeit und Deinen nächsten Schritt

Beppo ist ein Freund von Momo, einer Figur aus Michael Endes gleichnamigen Roman. Momo ist ein junges Mädchen, dass andere durch ihre Fähigkeit zuzuhören dazu bringt, von sich zu erzählen und wieder an sich selbst zu glauben. Sie kämpft in der Geschichte gegen die „Agenten der Zeitsparkasse“, die die Menschen dazu bringen wollen, ihre Zeit „für später“ aufzuheben. Das Problem ist, dass die Menschen in ihrer Hektik und dem Bedürfnis Zeit „für später“ zu sparen vergessen, den Augenblick und das Leben mit all seiner Schönheit zu genießen. Und „später“ wird dafür keine Zeit bleiben.

Beppo und Momo sprechen beim Essen darüber, wie schwer es Momo fällt, lesen zu lernen, da es „so viele Worte“ gibt, da der Weg so lang und das Ziel so weit entfernt scheint.

So beginnt Beppo Momo von seiner Arbeit zu erzählen: Als Straßenfeger muss er jeden Tag scheinbar endlose Straßen kehren. Er erzählt von dem Gefühl und der Angst, niemals mit seiner Aufgabe fertig zu werden. Denn immer, wenn er von der Straße aufsieht, scheint es, als wäre die Distanz nicht kleiner geworden. Und so beeilt er sich und strengt sich noch mehr an.

Doch wenn er nicht an die ganze Straße denkt, sondern seine Aufmerksamkeit nur auf den nächsten Atemzug, auf den nächsten Besenstrich lenkt, vielleicht auch gelegentlich eine kleine Pause macht und innehält, um die Sonnenstrahlen zu genießen oder auch dem Gezwitscher der Vögel zuzuhören, „dann macht es Freude“.

Und wenn die Arbeit Spaß macht, macht man sie sorgfältig.
Wenn die Arbeit Spaß macht, hat man irgendwann, ohne sich verausgabt zu haben, Stück für Stück die ganze Straße gekehrt.

Vielleicht kennst Du das Gefühl, vor einer scheinbar endlos langen Straße zu stehen.
Das Gefühl, dass Dein Ziel unglaublich weit entfernt scheint und Du nicht weißt, wie Du es jemals erreichen sollst.

Vielleicht bist Du mit Deinem Beruf nicht mehr zufrieden.
Du willst keine Zeit mehr vergeuden und endlich das tun, was Du liebst.
Aber Du müsstest nochmal von vorne beginnen.
Du müsstest wieder anfangen dazuzulernen und auf die bisherigen, auch finanziellen, Sicherheiten verzichten.

Wie erreicht man ein Ziel normalerweise?
Man erstellt sich einen guten Plan.

Also planst Du. Du überlegst, was Dir gefallen könnte, was nächste Schritte sein könnten, und natürlich: Was die Risiken sind. Was passieren kann.
Doch je mehr Du Dich mit all den Risiken beschäftigst, desto mehr mögliche Probleme fallen Dir auf.
Vielleicht bereitet es Dir Sorgen, dass Du nicht mehr Dein bisheriges Gehalt bekommst, wenn Du eine Umschulung machen oder studieren möchtest.
Vielleicht bereitet es Dir Sorgen, dass z.B. eine Selbstständigkeit auch scheitern kann.
Vielleicht bereitet es Dir Sorgen, was Freunde und Bekannte sagen würden.

Je mehr mögliche Probleme Dir bewusst werden, umso genauer planst Du.
Für jeden Fall einen Plan B.
Für die ersten Schritte funktioniert Dein Vorgehen.
Doch je weiter Du in die Zukunft denkst, desto unklarer und unberechenbarer gestalten sich die Aufgaben, die es irgendwann zu bewältigen gilt.

Du wirst unsicher. Du bekommst Angst. Und diese Angst lähmt Dich, auch nur den ersten Schritt zu tun.
Du fängst gar nicht erst an

Alles bleibt, wie es ist…

 

Betrachten wir die Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel.

Stell Dir Deinen Weg zum Ziel wie eine Reise vor.

Was ist wichtig zu Beginn einer Reise?

Du musst Dein Ziel kennen, das Ende der Straße.
Du musst Deinen Standort kennen und für Dich herausfinden, wo Du in Deinem Leben stehst.
Und Du musst den nächsten Schritt kennen.

Wenn Du eine weite Strecke zurücklegen möchtest, musst Du nicht den ganzen Weg sehen. Es reicht, wenn Du, wie ein Autofahrer bei Nacht, die nächsten Meter im Scheinwerferlicht siehst. Und so wirst Du auch ohne jedes Schlagloch, geschweige denn den ganzen Weg zu kennen, am richtigen Ziel ankommen.

Wenn Du Dein Ziel kennst, und weißt, wo Du stehst, frage Dich: Was ist der kleinste Schritt, den Du jetzt gehen kannst, um Dein Ziel zu erreichen?

Der kleinste Schritt ist immer machbar. Wenn Du ihn gehst, hast Du ein Erfolgserlebnis. Auch wenn es klein ist – es motiviert Dich, am Ball zu bleiben.
Es motiviert Dich, geduldig zu sein.
Es lehrt Dich, auch mit Rückschlägen umzugehen und dieser nächste kleine Schritt hilft Dir, die Angst vor dem Ungewissen abzulegen.
Warum hetzt Du Dich und machst Dir Sorgen wegen Hindernissen, die vielleicht nie eintreten?
Wie Seneca, ein Philosoph, der vor ca. 2.000 Jahren gelebt hat, bereits so treffend formuliert hat:

„Ein Mensch, der leidet, bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig.“

Wenn Du Dir Sorgen machst, lebst Du in der Zukunft.
In einer Zukunft, die Du unmöglich weiter planen kannst als maximal ein paar Wochen.
Doch wenn Du Dich auf das konzentrierst, was Du jetzt kannst, auf Deinen nächsten Schritt und auch mal innehältst, um zu genießen, was das Leben außerhalb Deines selbst geschaffenen Tunnelblicks auf das Ziel zu bieten hat,
dann kannst Du einen Fuß vor den anderen setzen.
Dann kannst Du die gleichen Ergebnisse erzielen und bist nicht außer Atem, wenn Du Dein Ziel erreichst.

Du hast aus später jetzt gemacht.

Was hast Du Dir bisher „für später“ aufgehoben?

Und was ist Dein nächster Schritt?

Womit fängst Du jetzt einfach an?

Warum haben wir Angst zu scheitern?

 

Warum haben wir Angst zu scheitern?

Was unterscheidet Dich von einem Steinzeitmenschen?

Haare. Kleidung. Hygiene. Nahrung. Bewegung. Kommunikation. Technik.

Scheinbar alles und dennoch nichts.

Denn letztlich wünschen sich alle Menschen das Gleiche.
Wir alle haben die gleichen Bedürfnisse.
Wir brauchen Wasser & Nahrung.
Wir brauchen Luft zum Atmen und ab und an ein wenig Sonnenschein.
Wir brauchen Schlaf.
Wir wollen Sicherheit und finden diese oft im Kollektiv.
Wir wollen Teil einer Gemeinschaft sein.
Wir wollen Anerkennung und Liebe.

Und erst dann, wenn diese Bedürfnisse weitgehend erfüllt sind, denken wir daran, uns selbst zu verwirklichen.
Weißt Du was? Wenn Du diesen Text auf Deutsch verstehst, hast Du mit ziemlicher Sicherheit all das.
Dein Überleben ist gesichert.
Du könntest loslegen.
Du könntest träumen, Dich selbst verwirklichen und nach den Sternen greifen.

Wenn da nicht die Angst wäre. Die Angst, zu scheitern.

In der individualisierten Gesellschaft, deren Teil wir alle sind,
kann sich die Freiheit zur Selbstverwirklichung anfühlen wie Fluch und Segen zugleich.
Unser Fokus liegt auf Leistung: Menschen werden an Erfolgen gemessen und für Fehler verurteilt.
Wenn Du schlechter bist, bin ich besser.

Plötzlich hast Du etwas zu verlieren.

Wenn Du scheiterst…
… verlierst Du die Anerkennung.
… verlierst Du Deinen Platz in der Gesellschaft.
… verlierst Du die Menschen, die Du liebst.
… verlierst Du Dich selbst.

 

Der Gedanke zu scheitern nimmt Dir Deine Sicherheit.
Du hast Angst.

Doch wovor genau hast Du Angst?

Angst vor den Konsequenzen, die Du nicht kennst.
Angst, weil Du nicht weißt, was passieren wird.
Angst davor, allein zu sein. Davor, dass das Geld nicht reicht.
Und Angst vor all dem, was diesen Szenarien folgen kann.

Und damals in der Steinzeit hatte die Angst hat auch ihren Sinn:
Sie wollte Dich beschützen.

Beschützen vor dem Hunger.
Beschützen vor der Einsamkeit.
Beschützen vor dem Tod.

Und deshalb bleibst Du auch heute noch im Hamsterrad. Du bleibst in dem Job, der Dir keinen Spaß macht, in der Beziehung, die Dir nicht gut tut und in dem Freundeskreis, der Dich belächelt.

Du fühlst Dich sicher mit den Dingen, die Du kennst.

Aber:

Sind die Dinge, auf denen Dein Leben basiert wirklich sicher?
Hast Du wirklich die Kontrolle über Dein Königreich?

Vermutlich nicht.

Du kannst Deinen Job verlieren. Oder Menschen, die Du liebst. Oder Dich selbst.
Nichts auf dieser Welt wissen wir mit Gewissheit.

Das Bewusstsein, dass sich alles wandelt und wir jederzeit alles gewinnen, aber auch alles verlieren können, könnte Deine Angst verringern.

Es könnte Dir die Angst vor Veränderungen nehmen.
Es könnte Dich Dankbarkeit lehren für alles, was Du jetzt, in diesem Moment, hast. Nicht obwohl sondern weil morgen alles anders sein kann.

Wir haben ein unglaubliches Privileg.
Wir haben Sicherheitsnetze.
Wenn Du etwas riskierst, verlierst Du selten alles.
Wenn Du Deinen Job verlierst, musst Du nicht auf der Straße leben.
Wenn Du nicht leben willst, wie alle anderen, kannst Du auch Deinen eigenen Weg gehen.
Du brauchst nicht mehr die Anerkennung Deiner Stammesmitglieder, um zu überleben.
Du lebst nicht mehr in der Steinzeit.

Du hast das Privileg, dass für all Deine Grundbedürfnisse gesorgt ist.
Du hast das Privileg, dass Deine Existenz nicht im Kern bedroht ist.
Du hast das Privileg, dass Du Dich selbst verwirklichen darfst.
Du hast das Privileg, frei zu sein, um wählen zu können.

Du hast das Privileg und deshalb die Pflicht, Fehler zu machen, das Scheitern zu riskieren und Deinen ganz eigenen Weg zu gehen.

Da sich Gefühle jedoch eher selten mit reiner Vernunft und klugen Sätzen kontrollieren lassen, gibt es ein paar Werkzeuge, die Dir helfen können, besser mit Deinen Ängsten umzugehen:

Suche nach Lösungen anstatt Ausreden.

Dein Gehirn ist darauf programmiert, Dir Antworten zu geben, auf die Fragen, die Du Dir stellst. Also frag nicht, warum Du scheitern könntest, sondern:
Warum kannst Du es schaffen? Und wie kannst Du es schaffen?

Überlege Dir, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Mal Dir das WorstCase-Szenario aus.

Ist es wirklich so schlimm?
Ängste entstehen aus diffusen Gedanken. Oft wissen wir gar nicht, wovor genau wir eigentlich Angst haben.

Mach Dir einen Plan und kalkuliere Rückschläge mit ein.

Warum?
Du setzt Dich mit den Risiken auseinander.
Oft stellst Du fest, dass das Eintreten Deiner Ängste vollkommen unwahrscheinlich ist oder dass Du bereits weißt, was Du tun kannst.
Ein Plan beruhigt, gibt Dir einen Leitfaden und lässt Dich mit Rückschlägen besser umgehen.

Handle!

Die größten Zweifel und Ängste kannst Du überwinden, indem Du es einfach tust.
Auf diese Weise vergrößerst Du Deine Komfortzone und Entscheidungen zu treffen, Dinge umzusetzen und auf Deine Fähigkeiten zu vertrauen wird Dir immer leichter fallen.

Betrachte die Dinge als Projekte.

Denn wenn Du einmal scheitern solltest, hast Du keine Angst, dass dieser missglückte Versuch Dein Leben zerstören wird. Denn Dein Leben besteht aus viel mehr als aus einzelnen Projekten.

Steh immer wieder auf.

 

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?