Hat er / sie nicht gesagt?! – Wie Du das Mysterium „Kommunikation in Beziehungen“ meistern kannst

„Hat er / sie nicht gesagt?!“
Wie Du das Mysterium „Kommunikation in Beziehungen“ meistern kannst

Angenommen, Du hast die Zeit des endlosen Hin-und-her-Swipens und der zuweilen gruseligen Tinder-Dates überstanden…
Angenommen, da gibt es eine Person, die Du wirklich magst…
Angenommen, Du hast Deinen Traumprinzen oder auch Deine Tinderella gefunden.
Wie geht das Märchen weiter?
Und wie sorgst Du dafür, dass auch unter Eurer Geschichte eines Tages steht:
„Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“?

Was in den meisten Märchen leider ausgelassen wird, ist der Part, wie das Paar es geschafft hat, die Zeit vom Abspann bis hin zum glücklichem Ende zusammen zu bleiben.
Deshalb haben wir uns genau diese Frage gestellt:
Was ist der Schlüssel für eine glückliche und anhaltende Beziehung?
Um die Antwort zu finden, haben wir Menschen gefragt, die gescheitert sind und deshalb sehr genau wissen, wie es nicht geht.
Und wir haben mit denen gesprochen, die es wirklich geschafft haben und deshalb wissen, wovon sie sprechen.
Hier unsere Sammlung der Antworten für Dich:

Wir alle haben schon einmal gehört, dass offene Kommunikation als Schlüsselfaktor für eine glückliche Beziehung gilt.
Aber was bedeutet offene Kommunikation?

Hier zwölf Denkansätze:

Nr. 1: Eure Werte.

Habt Ihr mal darüber gesprochen, welche Eure Werte sind?
Was erwartet Ihr in einer Beziehung? Was ist Euch wichtig?
Was sind Eure Werte?
Was ist, wenn Dir Ehrlichkeit am wichtigsten ist, Deinem Partner aber Harmonie? Dein Partner wird Dir Dinge, die Konflikte auslösen könnten, lieber verschweigen – und Du wirst Dich völlig betrogen und hintergangen fühlen.
Sich dieser möglichen Differenz bewusst zu sein, schafft die Grundlage.

Nr. 2: Erwartungen definieren.

Sprecht aus, was Ihr Euch vom anderen wünscht!
Zwischen „Du kannst am Wochenende mit zu der Veranstaltung im Büro kommen, wenn Du willst.“ und „Es ist mir wirklich wichtig, dass Du mich begleitest und es würde mich sehr freuen.“ liegen Welten.

Nr. 3: Aussprachen.

Friss den Ärger nicht in Dich hinein.
Sprich aus, wenn Dich etwas stört (aber höflich, bitte).
Warum willst Du das Problem mit Dir herumtragen, wenn man sich aussprechen kann?

Nr. 4: Formale Richtigkeit.

Sei‘ mehr als nur formal richtig.
„Baby, ich habe mich auf eine neue Stelle beworben. Es ist eine höhere Position, das Gehalt ist besser und ich freue mich.
            „Perfekt, ich freue mich sooo für Dich! Es wäre doch genau der Job, von dem
            Du schon so lange träumst!“

Ein paar Wochen vergehen. Es gab ein Vorstellungsgespräch, die Gehaltsverhandlung und eine Zusage.
„Ich fange zum 01. August an, das heißt, dass ich jetzt beginnen kann, mir eine Wohnung in Hamburg zu suchen.“
            „In Hamburg?!
            Wieso hast Du nicht gesagt, dass Du dafür umziehen musst?“
„Weil Du nicht danach gefragt hast?“
Diese Antwort wäre formal richtig. Aber moralisch falsch. Und Du ein Arsch.

Also sei ehrlich, transparent und offen. Gib dem Anderen die Chance, an Deinem Leben teilzuhaben und sich auf mögliche Veränderungen wie diese vorzubereiten.

Nr. 5: Teilhabe an Gedanken.

„Wo bist Du mit Deinem Kopf?“
Es gibt Tage, da ist man mit seinem Kopf woanders. Und auch das ist völlig normal.
Doch wenn Du möchtest, dass der Andere versteht, was Dich beschäftigt, und wenn Du nicht möchtest, dass er / sie sich Sorgen macht… Erzähl‘ was Dich beschäftigt. Wenn auch nur kurz.

Nr. 6: Feedback.

Gebt Euch Feedback.
Gebt dem anderen positives wie auch negatives Feedback. Wachst an Euch.

Nr. 7: Rücksicht.

Sei kein Elefant im Porzellanladen.
Wenn Du weißt, dass Dein Partner auf gewisse Themen sensibel reagiert, sei so ehrlich wie nötig und so lieb wie möglich.

Nr. 8: Perspektivwechsel.

Betrachte die Dinge aus einer anderen Perspektive.
Wir Menschen neigen dazu, von uns selbst auf andere zu schließen.
Wir gehen davon aus, dass der andere seine Aussage so gemeint hat, wie wir sie aufgefasst haben. Wir ärgern uns lieber, anstatt einfach nachzufragen, ob wir den anderen richtig verstanden haben.
Wir bewerten eine Situation immer aus unserem eigenen Blickwinkel.
Versuch auch mal, Dich in den anderen hineinzuversetzen.
Versuch auch mal, erst nachzufragen, bevor Du Dir eine Meinung bildest.

Nr. 9: In your Face!

Versuche nicht, wichtige Themen per WhatsApp zu klären.
Hast Du schon mal versucht, einen Streit über WhatsApp zu klären?
Hast Du schon mal erlebt, dass der Streit total eskaliert und der Versuch trotz der Nutzung des kompletten Smiley-Portfolios in die Hose geht?
Lass es einfach. Sprecht persönlich miteinander.

Nr. 10: Entschuldigung.

Spring auch mal über Deinen eigenen Schatten. Sag Sorry.
Angenommen, der Chef war noch in Plauderlaune, die Bahnen streiken und Du kommst zu spät.
War es zu 100 % Deine Schuld? Vermutlich nicht.
Aber morgen ist es letztlich egal und der andere würde sich freuen, wenn Du Dich einfach entschuldigst. Warum tust Du es dann nicht?

Nr. 11: Kleine Gesten.

Sei aufmerksam und mache kleine Geschenke.
Egal, ob es Blumen sind, eine Post-it-Nachricht oder Bacon mit Ei zum Frühstück.

Nr. 12: Das Zauberwort.

„Danke.“
Der großartige Mensch an Deiner Seite und das, was er / sie für Dich tut, ist nicht selbstverständlich. Wann hast Du es ihm / ihr zuletzt gesagt?

Woran erkennst Du, dass Du den richtigen Menschen gefunden hast?
Manchmal sind es nicht die Worte, die uns verbinden.
Manchmal ist es die Stille.
Die Stille, wenn sie als angenehm empfunden wird.
Die Stille, wenn es keiner Worte bedarf.
Manchmal sind es zwei Hände, die ruhig ineinander liegen.
Manchmal ist es der Blick in die Augen des anderen.
Manchmal ist es ein Lächeln.
Manchmal ist es der Gedanke „Ich liebe Dich.“
Sprich ihn aus.

„Und wenn sie all das verstanden haben, leben sie noch heute.“